16 March 2008 · Source: EUREKA Aktuell · Download PDF

Österreichs bei EUREKA-IKT-Projekten

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Nano-Technologies) durchgeführt. Dieser Cluster wurde jetzt gemeinsam mit dem Cluster PIDEA+ zum neuen Cluster EURIPIDES (Packaging And Integration Of Micro-Devices And Smart Systems) zusammengeführt, um die kritische Masse Europas in diesem Technologiebereich weiter auszubauen.

Teil von EURIPIDES ist auch das Projekt COSY 3D (Compact Secured Systems in 3D), das sich mit einem Gesamtvolumen von 10,7 Mio. Euro gerade in der Startphase befi ndet. Im Projekt sind Großunternehmen, KMU, Forschungsinstitutionen und Universitäten vertreten, aus Österreich nimmt ein renommiertes mittelgroßes Unternehmen teil. Im Kern des Projekts geht es um die Integration und weitere Miniaturisierung von elektronischen Bauteilen, und zwar über eine neuartige 3D-Architektur. Die neuen Bauteile sollen vor allem in mobilen Systemen zum Einsatz kommen und insbesondere für sicherheitsrelevante Aufgaben (etwa finanzielle Transaktionen oder Zutrittskontrollen) eingesetzt werden. Auch Mobilkommunikation und Multimedia zählen zu den geplanten Einsatzbereichen.


Die österreichische Tochter eines weltweiten Großkonzerns beteiligt sich erfolgreich am Projekt MADEIRA (Network Management based on Distributed Paradigms), das mit einem Projektbudget von 4 Mio. Euro im Rahmen des EUREKA Cluster CELTIC (Cooperation For A European Sustained Leadership In Telecommunications) durchgeführt wird. Hier haben sich acht bedeutende Akteure aus sechs EUREKA Länder zusammengetan, um gemeinsam Systemtechnologien für das Management von Kommunikationsnetzen zu entwickeln. Eine detaillierte Darstellung des Projekts fi nden Sie auf Seite 8.


Zwei österreichische Organisationen (ein Universitätsinstitut und ein KMU) sind am Projekt OSAMI COMMONS (Open Source Ambient Intelligent Commons) beteiligt. Dieses Projekt beschäftigt sich mit der Integration verschiedener Geräte und Systeme (einschließlich des Bereichs embedded software) und der Möglichkeit des Einsatzes von Open Source Software mit dem Ziel der Vernetzung verschiedener Datenquellen. Dadurch sollen unterschiedliche Daten und Systeme zu einer einheitlichen und konsistenten Datensicht integriert werden und dem Benutzer zur Verfügung stehen, unabhängig vom Betriebssystem, der technischen Basis oder dem Standort des Benutzers. Das Projekt mit einem Gesamtbudget von 28,4 Mio. Euro umfasst Teilnehmer von Spanien bis zur Türkei (insgesamt 32 Organisationen aus neun Staaten). Das Projekt wurde so erfolgreich durchgeführt, dass das Konsortium jetzt ein Fortsetzungsprojekt eingereicht hat.


Ein innovatives Herstellungsverfahren für mikroelektronische Bauteile wird im Rahmen des Projekts FANTASTIC (Full Assessment of Nano-imprint  Technology Addressing sub-35 nanometre ICs) entwickelt. Gegenstand des Projekts ist die Weiterentwicklung der UV-Nanoimprint Lithographie, ein neues Verfahren zur Herstellung von Halbleiterbauteilen (integrierte Schaltungen). Die Nanoimprint Lithographie arbeitet im Gegensatz zur bisherigen Fertigungstechnologie nicht mit der Belichtung fotoempfi ndlicher Schichten, sondern mit der Prägung von Strukturen durch Stempeln. Das österreichische Unternehmen ist in dieser Technologie weltweit führend und will das Verfahren gemeinsam mit Projektpartner- Innen aus sechs Ländern zur Serienreife weiterentwickeln. Das Budget des Projekts beläuft sich auf 21,5 Mio. Euro, es ist im Cluster MEDEA+ (Microelectronics Development For European Applications System Innovation On Silicon For The EEconomy) angesiedelt.


 

WEITERE INFORMATIONEN:
philippe.loward@ffg.at