16 December 2001 · Source: EUREKA News · Download PDF

Fortschritte bei ITEA - Aufruf zu verstärkter Kooperation

Projektleiter und Teilnehmer von mehr als 20 ITEAProjekten trafen sich Mitte Oktober in Berlin zu ihrem zweiten Symposium. Nachdem sie Anfang des Jahres in einer „Roadmap“ Europas Meilensteine für softwareintensive Systeme festgelegt hatten, konzentrierten sich die Redner auf die Herausforderungen der europäischen Softwarelandschaft und präsentierten hierbei die ersten Projektergebnisse.

 

Das so genannte Digital Head End-Projekt führte beispielsweise zur Entwicklung einer neuen Softwarearchitektur. Sie gibt Betreibern von Kabelnetzen und TV-Gesellschaften größere Flexibilität, weil diese das Kabel ganz als Breitbandkabel und interaktiv auslegen können. Neue Dienste wie zum Beispiel Lernen per Kabelfernsehen oder interactive Rechnungslegung beziehungsweise Abrechnung lassen sich realisieren.

 

Weitere FuE-Projekte sollen die Kfz-Industrie einbeziehen, so zum Beispiel das EAST-EEA-Projekt, an dem sich 20 Partner aus der Automobilindustrie, Zulieferbetriebe sowie Hochschulen beteiligen. Bereits heute werden 80 Prozent aller Funktionen in einem Pkw von „Smart“-Geräten gesteuert, und die Zahl dieser Geräte wächst ständig. Klaus-Dieter Vöhringer, für das Ressort Forschung und Technologie zuständiges Mitglied des Vorstands von DaimlerChrysler, erklärte, dass Software-gesteuerte Sensoren das Autofahren langfristig gesehen fast völlig unfallfrei machen würden. Er forderte verstärkte Kooperation zwischen Herstellern und Lieferanten bei der Verabschiedung gemeinsamer Normen. Solche Standards sind notwendig, um die Kommunikation der Vielzahl von unterschiedlichen Bauteilen untereinander zu gewährleisten.

 

ITEA will seinen fünften Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen im Januar 2002 veröffentlichen. Anfang April wird als letzter Termin für die Einreichung ins Auge gefasst. Einer der Schwerpunkte wird höchstwahrscheinlich die Erfassung und Erstellung von Inhalten sein, wie dies beispielsweise bei der Erstellung von Multimediadokumenten der Fall ist. Weitere Angaben enthält die ITEA-Website unter http://www.itea-office.org.